Über uns

Im September 2012 erhielt Antonio die Gelegenheit, an einem Schnuppertraining in Frankfurt teilzunehmen. Die Sportart begeisterte ihn und so entschied er sich, regelmäßig jeden Mittwoch nach Frankfurt zu fahren, um diese Sportart auszuüben.
Schon bald gesellten sich weitere Spieler aus Marburg dazu. Ob Eiseskälte oder sommerliche Hitze, nichts konnte sie vom langen Trainingsweg und vom Training abhalten. Auch die späte Rückkehr nach Marburg war für sie kein Problem.
In der Zeit reifte die Idee, Tischball auch in Marburg aufzubauen. Man dachte sich: "Selbst wenn wir drei regelmäßig in Frankfurt trainieren, so haben die vielen sehbehinderten und blinden Menschen in Marburg nichts davon."
Also entschloss man sich, erst mal mit den Blindenorganisationen, die so was anbieten könnten, Kontakt aufzunehmen, um eventuelle Zweigleisigkeit zu vermeiden.

Schließlich entschied man sich, die Organisation und den Aufbau selbst in die Hand zu nehmen. Man schrieb die verschiedenen Tischtennisclubs an und stieß glücklicherweise auf den TSV Cappel, der zusagte, uns die alte Kegelbahn zu vermieten. Gleichzeitig startete man damit, über Mailinglisten Kontakt zu blinden und sehbehinderten Menschen zu suchen, die sich gegenüber der Sportart offen zeigten.

Schnell wurde klar, dass in Marburg ein großes Interesse an dieser Sportart bestand. Über die Bezirksgruppe des Blinden- und Sehbehindertenbundes in Hessen wurden 2 Showdownplatten beantragt, die freundlicherweise gesponsert wurden.

Am 18.11.2013 wurden die Platten angeliefert. Bereits am selben Tag konnten um 19.00 Uhr die ersten Spielerinnen und Spieler das Training aufnehmen. Die Entscheidung 2 Platten anzuschaffen war goldrichtig. Die Gruppe wuchs schnell und es sprach sich herum, dass sich in Marburg eine neue Sportart etablierte. Die Begeisterung war so groß, dass selbst zwischen den Jahren trainiert wurde. Dieser Enthusiasmus hat bis heute noch nicht nachgelassen. Es wird sowohl Wettkampfsport wie auch Breitensport betrieben. Alle sind mit Eifer dabei und freuen sich schon auf das nächste Ereignis.

Das erste Jahr war sportlich bereits ein sehr großer Erfolg. Zehn Spielerinnen und Spieler konnten sich im Rahmen einer Vorausscheidung, die wir selbst an den eigenen Platten ausrichteten, für die Süddeutsche Meisterschaft in Frankfurt am Main qualifizieren. Christian Frenzel erreichte bei dieser Meisterschaft einen sehr guten dritten Platz. Neben ihm konnten sich vier weitere Spielerinnen und Spieler für die Deutsche Showdown-Meisterschaft 2015 in Bad Salzdetfurth qualifizieren. Bernd Kerseboom erreichte bei der DM mit Platz 10 die beste Platzierung des Quintetts, die weiteren Plätze 14, 15, 18 und 29 runden das sportlich sehr erfreuliche Ergebnis ab und machen Lust auf die zukünftigen Showdown-Events mit Marburger Beteiligung.